Judikative

Die Gewaltenteilung in Deutschland

Bei der Judikative handelt es sich um die richterliche Gewalt in einem Staat. Diese rechtssprechende Gewalt ist eine der drei Elemente der Gewaltenteilung in der Bundesrepublik Deutschland. Durch die Gewaltenteilung wird die Staatsgewalt auf mehrere Staatsorgane verteilt, damit die Macht begrenzt wird und die Freiheit und Sicherheit der Bürger und des Staates gewährleistet werden können. Neben der Judikative gibt es noch die Legislative und die Exekutive. Die Legislative ist die gesetzgebende Gewalt und beschäftigt sich mit der Verabschiedung und Beratung von Gesetzen. Der Begriff Exekutive bezeichnet die ausübende Gewalt in einem Staat. Sie umfasst die Regierung und die öffentliche Verwaltung.


In allen Rechtsstaaten wird die Judikative durch unabhängige Richter vollzogen, die sich bei ihren Urteilen an das Gesetz und das Recht zu halten haben. Die Richter, die unabhängig sind und nur dem Gesetz unterworfen sind, müssen Entscheidungen in den jeweiligen Prozessen fällen. Diese sollten aufgrund der Gesetze für alle anderen Menschen nachvollziehbar sein.

Die Judikative in Deutschland

Laut des Artikels 92 im deutschen Grundgesetz soll eine besondere Eigenständigkeit und Unabhängigkeit der Willensbildung in dem System der Gewaltenteilung gewährleistet werden. Die Judikative wird somit den deutschen Richtern anvertraut. Das Bundesverfassungsgericht, das durch das Grundgesetz vorhergesehen Bundesgericht sowie die Gerichte der einzelnen Bundesländer, werden in Deutschland dazu eingesetzt, die Judikative auszuüben.

Trotz der Spaltung der Staatsgewalt, verbleibt Richtern außergewöhnlich viel Macht

Trotz der Spaltung der Staatsgewalt verbleibt Richtern außergewöhnlich viel Macht

Die Bundes- und Landesgerichte sind in Deutschland in verschiedene Gerichtszweige unterteilt. Je nach Rechtsgebiet hat jeder dieser Zweige eine andere Aufgabe zu erfüllen. Es gibt für die Gerichtszweige in Deutschland drei Instanzen. Die höchste Instanz der deutschen Judikative ist das Bundesgericht. Zu den niedrigen Instanzen zählt man die jeweiligen Gerichte der einzelnen Länder. Die Gerichtsverfassung regelt dann den Aufbau, die Abgrenzung, sowie die Zuständigkeiten und Zusammenarbeit der einzelnen Gerichtsbarkeiten.

Ordentliche Gerichtsbarkeit und Fachgerichtsbarkeit.

Im Folgenden werden die einzelnen Gerichtszweige der deutschen Judikative vorgestellt und aufgelistet. Der Instanzenzug in Deutschland ist je nach angewandtem Recht unterschiedlich. Die ordentliche Gerichtsbarkeit umfasst in Deutschland das Zivilrecht (bürgerliche Rechtsstreitigkeiten) und das Strafrecht.
Die Fachgerichtsbarkeit umfasst die Arbeitsgerichtsbarkeit sowie die Verwaltungsgerichtsbarkeit als auch die Finanzgerichtsbarkeit und die Sozialgerichtsbarkeit.

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